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Kitkat: Süßes mit bitterem Beigeschmack
Greenpeace enthüllt, wie Nestlé zum Aussterben der Orang-Utans beiträgt

Hamburg (ots)

Die Produktion von Schokoriegeln wie Kitkat von
Nestlé trägt zur Zerstörung des indonesischen Urwalds bei und 
vernichtet damit die Lebensgrundlage der vom Aussterben bedrohten 
Orang-Utans. Das ist das Ergebnis eines heute veröffentlichten 
Greenpeace-Berichtes. Nestlé-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden 
heute von 60 Greenpeace-Aktivisten über die Folgen der 
Palmölproduktion, beispielsweise für Kitkat, informiert. Seit den 
frühen Morgenstunden verteilen die Aktivisten Flugblätter vor der 
deutschen Zentrale in Frankfurt/Main sowie vor den Nestlé-Standorten 
in Hamburg, Berlin, München, Nürnberg, Soest und Singen.
"Jeder Biss in einen Kitkat-Riegel zerstört das Leben der letzten 
Orang-Utans ein bisschen mehr." sagt Corinna Hölzel, Greenpeace 
Waldexpertin, vor Ort in Frankfurt. "Nestlé muss seine Verträge mit 
Lieferanten kündigen, die den Urwald zerstören."
Nestlés Beitrag zur Vernichtung der Regenwälder und Orang-Utans
Der Bericht von Greenpeace zeigt, dass Nestlé Rohstoffe vom 
indonesischen Hersteller Sinar Mas kauft. Dieser Lieferant verletzt 
internationale Standards und indonesisches Recht, ist an 
Landkonflikten beteiligt, rodet wertvolle Regenwälder in 
Orang-Utan-Gebieten und hat massive Expansionspläne. Auf den 
gerodeten Urwaldflächen werden Ölpalmplantagen in Monokulturen 
angelegt. Allein Nestlé, der größte Nahrungsmittel- und 
Getränkehersteller der Welt, hat seinen Bedarf an Palmöl in den 
letzten drei Jahren auf 320.000 Tonnen verdoppelt.
Greenpeace hat Nestlé bereits mehrfach aufgefordert, seine 
Verträge mit Sinar Mas zu kündigen und legte wiederholt Beweise vor, 
dass Sinar Mas trotz gegenteiliger Behauptungen weiterhin Urwald 
rodet. Als Reaktion auf die Urwaldzerstörung und die illegalen 
Machenschaften von Sinar Mas haben die Firmen Unilever und Kraft 
bereits ihre Verträge mit der Firmengruppe gekündigt. "Während andere
Firmen handeln, weigert sich Nestlé, seine Verantwortung wahrzunehmen
und seine Geschäfte mit dem größten Urwald- und Klimakiller 
Indonesiens zu stoppen", so Hölzel. Neben Nestlé gibt es aber auch 
noch weitere schwarze Schafe: Beispielsweise auch in Bahlsen Keksen, 
der Prinzenrolle, Toffifee, in Maggi-Produkten, Kosmetik von 
Schwarzkopf oder Waschmitteln wie Persil, Spee und Terra Aktiv von 
Henkel kann Palmöl aus Urwaldzerstörung enthalten sein.
Indonesien ist Brennpunkt der weltweiten Urwaldzerstörung
Indonesien ist das Land, in dem Urwaldzerstörung am schnellsten 
voranschreitet. Seit 1950 sind 74 Millionen Hektar Wald vernichtet 
worden, eine Fläche doppelt so groß wie Deutschland. Besonders 
dramatisch für den Klimaschutz und die Artenvielfalt unseres Planeten
ist die Rodung und Trockenlegung der Torfwälder, da diese rund 10mal 
mehr Kohlenstoff speichern als andere Urwälder und viele vom 
Aussterben bedrohte und endemische Arten wie Orang-Utans, 
Sumatra-Tiger oder Java-Nashörner beheimaten. Aufgrund der 
Urwaldzerstörung ist Indonesien bereits der drittgrößte Produzent von
Treibhausgasen - nach China und den USA.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Corinna Hölzel, Tel. 
0171-8787 833 oder Pressesprecher Patric Salize, Tel. 0171-8780 828. 
Internet: www.greenpeace.de/kitkat

Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell

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