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Weltflüchtlingstag 2026: UNO-Flüchtlingshilfe warnt vor Finanzierungslücke - Unterstützung durch Zivilgesellschaft entscheidend

Bonn (ots)

Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni erinnert die UNO-Flüchtlingshilfe daran, dass das Recht auf Schutz und Asyl ein zentrales Fundament der internationalen Nachkriegsordnung ist. Gleichzeitig warnt die Organisation vor einer dramatischen Finanzierungslücke in der humanitären Hilfe, die die Versorgung geflüchteter Menschen global zunehmend gefährdet.

Weltweit verlieren derzeit Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Verfolgung den Zugang zu lebenswichtiger Unterstützung. Nach Angaben der Organisation geraten viele Familien dadurch erneut in existenzielle Not - nicht wegen der Flucht selbst, sondern weil Hilfsprogramme gekürzt oder eingestellt werden. In zahlreichen Regionen müssen Schutz- und Versorgungsmaßnahmen bereits eingeschränkt werden, obwohl der Bedarf weiter hoch ist.

"Das Recht auf Asyl und Schutz wurde nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen, um Menschen in existenzieller Not Sicherheit zu bieten. Es ist heute noch genauso wichtig wie damals. Jede und jeder kann diesen Schutz in einer Krise bitter nötig haben", so Ricarda Brandts, Vorstandsvorsitzende UNO-Flüchtlingshilfe. Für Millionen Menschen weltweit sei dieses Recht bis heute lebensrettend.

Die Grundlage dieses Schutzsystems bildet die vor 75 Jahren verabschiedete Genfer Flüchtlingskonvention. Sie definiert verbindlich, dass Menschen, die vor Verfolgung fliehen, Anspruch auf Schutz haben. Asyl bedeutet dabei mehr als Schutz vor unmittelbarer Gefahr: Es umfasst auch Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, Arbeit und die Chance auf ein Leben in Würde.

Langanhaltende Krisen verschärfen die Lage weltweit

Zwar ist die Zahl der weltweit Vertriebenen im Jahr 2025 erstmals seit einem Jahrzehnt leicht zurückgegangen. Dennoch leben weiterhin rund sieben von zehn Flüchtlingen in langanhaltenden Vertreibungssituationen - häufig über viele Jahre oder Jahrzehnte ohne realistische Perspektive auf Rückkehr oder stabile Integration.

Die UNO-Flüchtlingshilfe warnt, dass sinkende finanzielle Mittel in dieser Situation besonders gravierende Folgen haben. Wenn humanitäre Programme gekürzt werden, verschärfen sich Unsicherheit und Perspektivlosigkeit - mit Auswirkungen auf ganze Regionen und Gesellschaften.

Spenden und zivilgesellschaftliches Engagement unverzichtbar

Vor diesem Hintergrund betont die UNO-Flüchtlingshilfe die zentrale Rolle von Spenden und Engagement aus der Zivilgesellschaft. Freiwillige Mittel von Staaten allein reichten zunehmend nicht aus, um die wachsenden humanitären Bedarfe zu decken. Unterstützung aus der Bevölkerung, von Stiftungen, Unternehmen und ehrenamtlichem Engagement sei daher entscheidend, um Schutz, Versorgung und Perspektiven für Geflüchtete zu sichern.

"Solidarität mit Menschen auf der Flucht ist keine abstrakte Haltung, sondern konkrete Hilfe, die Leben rettet", so Ricarda Brandts. Jede Spende trage dazu bei, akute Not zu lindern und langfristige Perspektiven zu ermöglichen.

Mehr Informationen unter: https://ots.de/PTza0p

Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der deutsche Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen, UNHCR. Sie mobilisiert Unterstützung für weltweite Hilfseinsätze, fördert Projekte für Geflüchtete in Deutschland und informiert über Flucht und ihre Ursachen.

Pressekontakt:

Marius Tünte, Tel. 0228-90 90 86-47,
marius.tuente@uno-fluechtlingshilfe.de

Original-Content von: UNO-Flüchtlingshilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

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