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Mittelbayerische Zeitung: Gewähr für Reformkurs
Kommentar zur Ernennung neuer Kardinäle durch Papst Franziskus

Regensburg (ots) - Johannes Paul II. ernannte in seinen 26 Jahren als Papst neunmal neue Kardinäle. Benedikt XVI. brachte ist in acht Amtsjahren auf fünf Konsistorien. In seinen gerade einmal vier Jahren auf dem Stuhl Petri ernennt Papst Franziskus an diesem Mittwoch bereits zum vierten Mal Kardinäle. Es sind diesmal zwar nur fünf neue Purpurträger, aber die Eile des 80 Jahre alten Argentiniers bei der Formung des Gremiums, das einmal seinen Nachfolger aus seiner Mitte wählen wird, ist offensichtlich. Kardinalsernennungen sind das wichtigste Instrument eines Papstes, den Kurs der katholischen Kirche über die eigene Amtszeit hinaus zu bestimmen. Die Kardinäle sollen die Helfer des Papstes in der Führung der Kirche sein. Franziskus, der mehrfach das Gefühl äußerte, sein Pontifikat könnte nur von kurzer Dauer sein, weiß, dass er mit seinen Ernennungen die Wahl des nächsten Papstes beeinflusst. Je mehr Kardinäle er ernennt, die auf seiner Linie sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sein Reformkurs fortgesetzt wird.

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