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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Ernährung: Europa in der Fett-Spirale, von Hanna Vauchelle

Regensburg (ots) - Dick, dicker, Europa: 50 Prozent der EU-Bürger sind laut Weltgesundheitsorganisation WHO übergewichtig. Damit steht die EU vor einem gesellschaftlichen Problem. Über die Folgen sind sich Mediziner einig: Herz-Kreislaufprobleme und Diabetes gehören zu den häufigsten Krankheiten, die mit Übergewicht einhergehen. Infolgedessen explodieren die Kosten für die Gesundheitssysteme. Insofern ist es richtig, dass Europa versucht, gegenzusteuern. Das Schulobstprogramm kann einen Beitrag dazu leisten. Europa steckt in der Fett-Spirale: Schätzungen zufolge steigt die Zahl der Übergewichtigen jährlich um eine Million an. Gleichzeitig sinkt der Pro-Kopf-Verbrauch an Obst und Gemüse. Viele Eltern scheinen verlernt zu haben, ihren Kindern gesundes Essen beizubringen. Da die Ernährungsgewohnheiten aber im Kindesalter geprägt werden, sind Schulen hier in der Pflicht, um den Teufelskreis zu stoppen. Bleibt zu hoffen, dass sich alle Bundesländer an dem Angebot beteiligen. Die Ausrede von den Kosten zählt nun nicht mehr. Schließlich stockt die EU die Zuschüsse auf. Darüber hinaus muss gelten: Die Ausgaben für eine gesündere Ernährung von Kindern sind allemal niedriger als die Folgekosten ernährungsbedingter Krankheiten.

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