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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Unwort

Regensburg (ots) - Wir haben ein Unwort des Jahres: alternativlos. Jetzt entbrennt die Diskussion, ob die Wahl gut ist oder schlecht. Gut ist in jedem Fall, dass es die Diskussion gibt, denn wir müssen uns mit unserer Sprache auseinandersetzen - und das ist alternativlos. Wird Sprache falsch genutzt, entzweit sie: Wie viele Politiker haben sich schon wegen schiefer Vergleiche rechtfertigen müssen? Ein präziser Sprachgebrauch mit Blick auf die Realität kann Situationen nicht nur entschärfen, sondern auch Entwicklungen vorantreiben. Deutschland steckt mitten in einer riesigen Integrationsaufgabe. Die Sprache hat dabei eine Schlüsselfunktion. Wer hier leben will, ist dazu aufgefordert, unsere Sprache zu lernen. Wer aber anderen seine Sprache vermitteln will, muss sie selbst kennen und sich für ihre Möglichkeiten begeistern. Sprache hat heute mehr Gewicht denn je, weil Information virtuell um den Globus rast und den Empfänger per Internet mit einem Mausklick erreicht. Jeder, der eine Nachricht aussendet, muss sich also der Bedeutung dieses Akts und der Macht seiner Worte bewusst sein.

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