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Bewilligungsbescheid über 11,5 Millionen Euro übergeben: FutureWaterCampus bündelt Wasserforschung

Bewilligungsbescheid über 11,5 Millionen Euro übergeben: FutureWaterCampus bündelt Wasserforschung
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FutureWaterCampus bündelt Wasserforschung

Bewilligungsbescheid über 11,5 Millionen Euro übergeben

Die Universität Duisburg-Essen erhält ein neues Zentrum für ihre international anerkannte Wasserforschung: Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäische Fonds für regionale Entwicklung fördern den FutureWaterCampus. Umweltminister Oliver Krischer hat heute einen Bewilligungsbescheid über 11,5 Millionen Euro übergeben. Der Neubau entsteht in direkter Nachbarschaft zum Forschungsbau ACTIVE SITES am Thurmfeld in Essen.

NRW-Umweltminister Oliver Krischer unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens: "Die international erfolgreiche Wasserforschung an der Universität Duisburg-Essen wird durch den FutureWaterCampus weiter gestärkt. Hier arbeiten exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eng mit der Wasserwirtschaft zusammen. So rücken Forschung und Praxis noch näher zusammen. Das Projekt hilft ganz praktisch, zentrale Zukunftsfragen der Wasserwirtschaft zu lösen und die Zukunftsstrategie Wasser des Landes umzusetzen. Deshalb unterstützen wir das Projekt mit 11,5 Millionen Euro.“

Der FutureWaterCampus ist als Ort inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit konzipiert. In modernen biologischen und chemischen Laboren arbeiten Natur-, Ingenieur- und Gesellschaftswissenschaften gemeinsam mit Praxispartnern an nachhaltigen Lösungen für globale Herausforderungen. Drei wissenschaftliche Schwerpunkte stehen dabei im Fokus:

Algenforschung: Die Universität Duisburg-Essen verfügt über die weltweit größte universitäre Algensammlung und ist international führend, unter anderem in Kooperation mit Partnern wie der University of California, Berkeley.

Membranforschung: Als Schlüsseltechnologie moderner Trennverfahren spielt sie eine zentrale Rolle in der Wasseraufbereitung sowie in der Umwelt- und Biotechnologie.

Photokatalyseforschung: Innovative Verfahren zur Wasserreinigung, etwa durch den Einsatz von Licht werden entwickelt.

Die Rektorin der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Barbara Albert, betont die gesellschaftliche Relevanz der Forschung: „Die Frage, wie wir mit der Ressource Wasser umgehen, ist von essentieller Bedeutung für die Zukunft der Menschheit. Wissenschaft liefert Lösungen, wenn zu wenig, zu viel oder zu belastetes Wasser zur Verfügung steht. Mit dem FutureWaterCampus in Essen schaffen wir ein gemeinsames Dach und hervorragende Bedingungen für unsere multidisziplinäre Spitzenforschung mit Impact.“

Mit dem von der Landesregierung und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bewilligten Neubau entsteht eine hochmoderne Infrastruktur, die interdisziplinäre Forschung und technologische Innovation eng miteinander verzahnt. Die Finanzierung tragen das Land Nordrhein-Westfalen mit 40 %, der EFRE mit 41 % sowie die Universität Duisburg-Essen mit 19 % aus Eigenmitteln. Geplant sind unter anderem eine Versuchshalle für großtechnische Anlagen, die den Transfer von Forschungsergebnissen vom Labor in den Pilotmaßstab ermöglicht, sowie eine Denkfabrik und ein Wissenshub zur Stärkung von Vernetzung und Weiterbildung.

„Der FutureWaterCampus ergänzt in unmittelbarer Nachbarschaft den Forschungsbau ACTIVE SITES und stärkt sowohl die anwendungs- als auch die grundlagenorientierte Wasserforschung an der Universität Duisburg-Essen. Die räumliche Nähe ermöglicht eine enge methodische Verzahnung mit der dortigen Katalyseforschung unter wässrigen Funktionsbedingungen“, sagt Prof. Dr. Torsten C. Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Zentrums für Wasser- und Umweltforschung an der Universität Duisburg-Essen.

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