Markus Rehm wünscht sich verschränkte Olympische und Paralympische Spiele
Paralympics-Star und Orthopädietechnikermeister Markus Rehm setzt sich für engere Verzahnung der beiden Sportereignisse ein
Bad Wörishofen (ots)
Olympische und Paralympische Spiele sollen künftig stärker miteinander verbunden werden. Das fordert Paralympics-Star Markus Rehm. Der unterschenkelamputierte Weltklasse-Weitspringer schlägt vor, das Ende der Olympischen Spiele und den Beginn der Paralympischen Spiele zu verknüpfen. "Wie wäre es, wenn die Abschlussfeier der Olympischen Spiele die Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele ist. Zeitgleich an einem Ort, um alle Athleten zusammenzubringen", sagte der 37-Jährige der 'Deutschen Handwerks Zeitung'.
"So können wir Inklusion richtig leben", betonte Rehm, der für den TSV Bayer 04 Leverkusen startet. Bislang finden beide Veranstaltungen nacheinander mit einer Pause von etwa zwei Wochen statt. Ein Treffen der Teilnehmer im Sinne des olympischen Gedankens ist damit kaum möglich.
Rehm engagiert sich für die Bewerbung der Region Köln-Rhein-Ruhr für die Olympischen und Paralympischen Spiele. "Vielleicht haben wir die Chance, der erste Ausrichter zu sein, der das vielleicht ein bisschen verändert und ein neues Zeitalter einläutet", hofft er. Ob die Region Köln-Rhein-Ruhr für Deutschland ins Rennen um eine Olympia-Bewerbung geht, entscheidet sich im September.
Rehm, der auch Orthopädietechnikermeister ist, hält mit 8,72 Metern den Weltrekord im paralympischen Weitsprung. Sein sportlicher Traum ist es, in seiner Karriere noch die Neun-Meter-Marke zu überspringen.
Das Interview im Wortlaut unter: www.dhz.net/rehm
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