Deutschland und Frankreich ziehen erfolgreiche Bilanz des gemeinsamen Wissenschaftsmobilitätsprogramms - 40 Jahre PHC Procope/PPP Frankreich
Frankreich und Deutschland feiern 40 Jahre Zusammenarbeit in der wissenschaftlichen Mobilität. Seit 1986 haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Länder von der deutsch-französischen Förderlinie PPP Frankreich/Procope des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und seiner französischen Partner profitiert. In dieser Zeit förderte das Programm rund 3.400 gemeinsame Forschungsprojekte, rund 10.000 Forschende profitierten. DAAD und französische Botschaft in Deutschland würdigen die erfolgreiche Zusammenarbeit heute (28.5.) mit einer Festveranstaltung in Berlin.
Bonn/Berlin/Paris, 28.05.2026
„Die deutsch-französische Wissenschaftskooperation ist eine wichtige Säule des europäischen Forschungsraums. Mit PPP Frankreich/Procope fördern wir als DAAD gemeinsam mit unseren französischen Partnern den persönlichen, wissenschaftlichen Austausch. Dieser Austausch bildet die Grundlage für gemeinsame Forschung und langfristige Zusammenarbeit. In Zeiten geopolitischer Spannungen und einer fragmentierten Weltordnung sind solche Leuchttürme verlässlicher Forschungsförderung von unschätzbarem Wert“, sagte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee.
„Die Wissenschaft steht im Mittelpunkt der deutsch-französischen Beziehungen. Die Feier zum 40-jährigen Jubiläum unseres Programms zur wissenschaftlichen Kooperation ist ein Beweis für die Intensität, die Belastbarkeit und die Beständigkeit der Beziehungen, die Forscherinnen und Forscher unserer beiden Länder – zunächst einzeln, dann im Team – über Generationen hinweg aufgebaut haben“, sagte François Delattre, französischer Botschafter in Deutschland.
Die 1986 gestartete Förderlinie zählt zu den ältesten und erfolgreichsten akademischen Mobilitätsinitiativen zwischen Deutschland und Frankreich. Sie unterstützt gemeinsame Forschungsprojekte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus nahezu allen Fachrichtungen – von Ingenieurwissenschaften und Medizin bis zu Geistes- und Sozialwissenschaften. Seit dem Start investierten beide Länder zusammen rund 30 Millionen Euro. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) stellt die Mittel für die deutsche Seite über den DAAD bereit.
Vom Austausch zum europäischen Doktorandennetzwerk
Im Zentrum der Förderung steht die wissenschaftliche Mobilität, besonders von Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen. Forschungsaufenthalte an deutschen oder französischen Partnereinrichtungen sollen frühzeitig internationale Kooperationen ermöglichen und langfristige Karrieren unterstützen. Das Programm fördert vorrangig Kooperationen, die eine Ausweitung bestehender Partnerschaften auf größere Projekte erleichtern und den Europäischen Forschungsraum bereichern. 80 Prozent der Partnerschaften werden nach Ende der Förderung fortgeführt.
Ein Forschungsprojekt der Universitäten Marseille und Chemnitz zu Alterungsprozessen und den Wechselwirkungen zwischen Kognition und Motorik zeigt beispielsweise die nachhaltige Wirkung der Förderung: Aus der bilateralen Zusammenarbeit entstand ein internationales Forschungs- und Ausbildungsnetzwerk, das schließlich zu einem europäischen Marie-Skłodowska-Curie-Doktorandennetzwerk führte. Dort entwickeln Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler praxisnahe Ansätze zur Förderung der funktionellen Gesundheit älterer Menschen.
Festakt in der französischen Botschaft
Die Jubiläumsveranstaltung in der Französischen Botschaft in Berlin bringt am 28. Mai Geförderte aus mehreren Jahrzehnten mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des internationalen France Alumni Day statt.
Hintergrund
Projektbezogener Personenaustausch und Partenariats Hubert Curien
Mit dem Programm des projektbezogenen Personenaustauschs (PPP) fördert der DAAD die internationale Zusammenarbeit deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Rahmen gemeinsamer bilateraler Forschungsprojekte. Im Fokus stehen die internationale Mobilität und Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern. Ausgehend von der Kooperation mit Frankreich wurde das Programm auf inzwischen mehr als 30 Länder weltweit ausgeweitet.
In Frankreich ist Procope PHC eine der 70 Hubert-Curien-Partnerschaften (PHC), die auf französischer Seite vom Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten (MEAE) mit Unterstützung des Ministeriums für Hochschulbildung, Forschung und Weltraum (MESR) finanziert werden. Das Programm fördert Mobilitätsaufenthalte französischer und deutscher Forschungsteams im Rahmen eines zweijährigen Forschungsprojekts.
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Weiterführende Links
Auf deutscher Seite:
Programm des Projektbezogenen Personenaustauschs
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Leiterin des Referats Projektförderung deutsche Sprache und Forschungsmobilität – P33
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