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DAAD stärkt Weimarer Dreieck mit neuem Wissenschaftsnetzwerk

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Kooperation Frankreich-Deutschland-Polen

DAAD stärkt Weimarer Dreieck mit neuem Wissenschaftsnetzwerk

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) baut die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Frankreich und Polen aus. Mit dem neuen Programm „Zukunftsnetzwerk Weimarer Dreieck: Wissenschaft für Europa“ schafft der DAAD erstmals eine trilaterale Plattform für Forschung und Austausch im Raum Weimarer Dreieck. Das Programm soll die Kooperation der drei Länder in wichtigen Zukunftsfeldern stärken und Impulse für die Weiterentwicklung des Europäischen Forschungsraums setzen. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Programm bis 2029 mit rund 4,5 Millionen Euro. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Bonn, 05.05.26

„Die vielfältigen Verbindungen zwischen Deutschland, Frankreich und Polen im Weimarer Dreieck sind ein zentrales Scharnier für die Zusammenarbeit in der Europäischen Union“, sagte DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee. „Mit dem Zukunftsnetzwerk bauen wir diese Kooperation gezielt aus und ergänzen sie um eine zusätzliche wissenschaftliche Komponente. So leisten wir zugleich einen Beitrag zur Stärkung des Europäischen Forschungsraums angesichts geopolitischer Verwerfungen.“

Impuls für Ausbau der Zusammenarbeit in der Wissenschaft

Mit dem Programm ergänzt der DAAD die seit 1991 bestehende politische Initiative des Weimarer Dreiecks erstmals um eine strukturierte Plattform für wissenschaftliche Zusammenarbeit. Gefördert werden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich und Polen, die gemeinsam zu Zukunftsthemen forschen – darunter klimaneutrale Energie, Künstliche Intelligenz, Digitalisierung sowie die Resilienz von Wissenschaftssystemen. Das Programm richtet sich an Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdocs in einer frühen Karrierephase aus Deutschland, Frankreich und Polen. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Zwei Förderlinien für Mobilität und Vernetzung

Das neue Programm besteht aus zwei Teilen: Der erste umfasst Stipendien für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die zu Themen der Hightech-Agenda Deutschland (HTAD) forschen. Gefördert werden Forschungsaufenthalte an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Polen oder Frankreich (von Deutschland aus) oder in Deutschland (aus Frankreich und Polen) von drei bis zwölf Monaten für Promovierende und von sieben bis 24 Monaten für Postdocs. Insgesamt sind rund 120 Stipendien geplant.

Im zweiten Programmteil fördert der DAAD den Aufbau eines wissenschaftlichen Zukunftsnetzwerks im Weimarer Dreieck. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln in Arbeitsgruppen gemeinsam interdisziplinäre Projekte und bauen so langfristige Kooperationen auf oder aus. Neben den DAAD-Geförderten im neuen Programm können auch Geförderte aus verwandten Programmen sowie DAAD-Alumni Teil des Netzwerks werden. Die Vernetzung erfolgt in Präsenz sowie digital über die DAAD-Humboldt-Community. Zur Stärkung und Weiterentwicklung des Netzwerks sind in den kommenden Jahren drei internationale Wissenschaftsforen geplant: 2027 in Warschau, 2028 in Paris und 2029 in Deutschland. Die DAAD-Außenstellen in Warschau und Paris unterstützen das Programm.

Hintergrund

Das Weimarer Dreieck

Das Weimarer Dreieck (französisch Triangle de Weimar, polnisch Trójkąt Weimarski) ist ein 1991 gegründetes außenpolitisches Konsultationsforum Deutschlands, Frankreichs und Polens. Es geht auf ein Treffen der Außenminister Hans-Dietrich Genscher, Roland Dumas und Krzysztof Skubiszewski in Weimar zurück und dient seitdem der engen Abstimmung und Zusammenarbeit der drei Länder in europäischen Fragen.

Zum 35. Jubiläum des Abkommens unterzeichneten die drei Partnerländer am 11. März in Genshagen eine gemeinsame Absichtserklärung über die trilaterale und europäische Zusammenarbeit in Forschung und Innovation für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Polen, Frankreich und Deutschland in Wissenschaft, Forschung sowie bei technologischer Entwicklung.

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Weiterführende Links:

Diese Presseinformationen werden Ihnen bereit gestellt von DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V., Pressestelle, Kennedyallee 50, 53175 Bonn; +49 228 882-454, presse@daad.de