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Neues Deutschland: zum Besuch des USA-Präsidenten

Berlin (ots)

Die Bilder, die vom Stralsunder Alten Markt in die
Welt gingen, waren so wahr wie verlogen. Es waren nicht »die« 
Deutschen, die den US-Präsidenten so überschwänglich begrüßten. Dass 
man nur Handverlesene zum Jubeln herangekarrt und andere in ihren 
Wohnungen weggeschlossen hat, war nicht allein eine Frage der 
Sicherheit. Wer solche Scheinwelten errichtet, hat Gründe. Die 
schwarz-rote Koalition ist nach Kräften bemüht, das Verhältnis zu den
USA zu verbessern. Das gelingt zunehmend. George Bushs gestrige 
Lobeshymnen auf Angela Merkel waren ein deutliches Zeichen dafür. So 
kann man sicher sein, dass die deutsche Regierungschefin bald zu Gast
sein wird auf seiner Texas-Ranch.
 Nach der Bush-Aufführung durften auch - von Medien weit weniger 
beachtet - Menschen mit »Not welcome, Mr. President«-Plakaten auf die
Straße. Abgesehen von wenigen, die nur ihren Anti-Amerikanismus 
kultivieren wollten, hatten sie allen Anlass zum Protest - man kann 
das mit Irak, Afghanistan und Guantanamo umreißen. Kein Grund, nicht 
mit Bush zu sprechen. Im Gegenteil. Doch wenn es stimmt, dass es - 
wie Bush sagte - eine Ehre ist, die Deutschen Freunde und Verbündete 
nennen zu können, ist es deren Pflicht, gerade bei Fragen von Frieden
und Menschenrechten Klartext zu reden. Trotz zarter Versuche von 
Merkel, strittige Themen in den Dialog zu bringen, hinterließ die 
Kanzlerin nicht den Eindruck, dass sie bereit ist, Freundschaft in 
diesem Sinne zu gestalten.

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Neues Deutschland
Redaktion / CvD

Telefon: 030/29 78 17 21

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