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01.09.2005 – 18:10

nd.DerTag / nd.DieWoche

Neues Deutschland: Neues Deutschland kommentiert das Treffen Union- FDP

Berlin (ots)

Pokern ist gegenwärtig in Deutschland das liebste
Spiel der Politi-
ker. Vorgestern des Kanzlers viel umjubeltes »Wir können es schaf-
fen«. Gestern die von Merkel, Stoiber und Westerwelle auf den Gip-
fel getriebene Gewissheit baldigen Wahlerfolges. Es ist, das sei hier
gestanden, nur noch schwerlich zu ertragen - und begleitet uns
noch satte zwei Wochen. Sie belästigen uns frühmorgens auf dem
Weg zur Arbeit bzw. zum Arbeitsamt mit ihren Konterfeis auf den
Straßen, tönen tagsüber aus jedem Lautsprecher, winken von
Internetseiten und bisweilen höchstselbst in der benachbarten
Fußgängerpassage. Und wenn man ermüdet nächtens noch einmal
durch die Fersehprogramme zappt, sitzen plötzlich die Spitzen der
politischen Zunft in unseren Wohnzimmern, texten uns mit ihrem
Kauderwelsch zu und wollen uns vorübergehend in die Pokerrun-
den um die Macht einbeziehen. Um weniger geht es ihnen nicht -
und keinesfalls um mehr.
 SPD und Grüne entdecken sich als linke Kraft neu, nachdem sie
sich sieben Jahre lang in der Mitte behaglich eingerichtet hatten.
Schwarze und Gelbe verheißen, alles besser zu können - vor allem
die Fortsetzung bisheriger Politik mit drakonischeren Mitteln.
Unter dem Sieg machen sie es beide nicht. Wie ähnlich sie sich
sind, wollen die Kontrahenten nicht wahrhaben. Und demonstrie-
ren es doch alle Tage. Einzige Neuerung: Die Pokerrunden finden
diesmal mit Dame statt. Doch das macht sie leider auch nicht un-
terhaltsamer.

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Neues Deutschland
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