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Neues Deutschland: zu den Wahlen im Südwesten und die Koaltion in Berlin

Berlin (ots)

Super-GAU, Kanzlerinnendämmerung, personelle Konsequenzen - wer am Tag nach dem Desaster für Schwarz-Gelb in Baden-Württemberg den ganz großen Kehraus oder wenigstens ein kleines Stühlerücken im Kabinett erwartet hatte, begreift Angela Merkel immer noch nicht. Diese Kanzlerin macht nicht den Schröder, wenn es in ihrer Herzkammer zu flimmern beginnt - die macht einfach weiter. Wenn sie auch nicht mehr die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke durchziehen kann, zur Laufzeitverlängerung für die Bundesregierung reicht es noch. Natürlich kreppt Merkel der einzigartige Wählerverlust in der einstigen CDU-Hochburg im Südwesten, freilich weiß sie um die unzähligen schaumgebremsten Parteifreunde, die ob der Zick-Zack-Politik von Schwarz-Gelb im Bund seit Monaten ihre Fäuste in den Taschen ballen, gewiss schilt sie sich als kühle Analytikerin insgeheim, mit Stuttgart 21, bei Herrn zu Guttenberg und in der Atompolitik zu lange aufs falsche Pferd gesetzt und es dann zu spät, dafür aber allzu abrupt gewechselt zu haben. Aber die Kanzlerin und CDU-Chefin hat für derlei Krisenzeiten in eigener Sache vorgebaut: Etwaige Königinnenmörder in ihrer Partei hat sie höchstselbst längst entsorgt. Aber sie hat vermutlich nicht damit gerechnet, sich selbst immer mehr im Wege zu stehen. Wenn es niemanden gibt, der ihr ein Bein stellt, wird sie das irgendwann auch noch selbst übernehmen müssen. Geübt hat sie schon mal am Wochenende.

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