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Neues Deutschland: zum politischen Jahresauftakt der LINKEN

Berlin (ots) - Stroh zu Gold zu spinnen, ist eine feine Sache, wenn man es kann. Der LINKEN schien nichts unmöglich, als sie sich 2007 vom harten Lager des politischen Außenseiters zu erheben begann - durchaus mit der Aussicht auf goldene Zeiten, wenn man dies mit politischem Erfolg übersetzt. Inzwischen aber verwandelt sich alles berührte Gold in Stroh, die Schlagzeilen zumindest legen dies seit Monaten nahe. Der politische Jahresauftakt hat diese kritische Lage noch nicht beseitigt, und das liegt an mehr als nur der Menge des in den Medien gelagerten Rohstoffs. Die Rituale der Parteien, zumal in Wahljahren, ähneln sich zu sehr, als dass man die Alleinstellung gegenüber der Konkurrenz zeremoniell glaubhaft machen könnte. Immerhin: Der demonstrative Schulterschluss der drei Protagonisten an der Parteispitze dürfte - gerade nach der Erfahrung des Vorjahres - vielen Mitgliedern an der Basis gutgetan haben. Doch offen sind auch nach diesem Montag die Fragen, die erst am Ende der Programmdebatte als - vorläufig - beantwortet gelten können. Ob Kommunismus oder Koalitionen - die Suche nach belastbaren Gemeinsamkeiten jenseits der Gegnerschaft zu Hartz IV, Rentenunrecht und Afghanistankrieg ist nicht beendet. Zum Schluss entscheidet die Identitätsfrage den Ausgang auch dieser Geschichte. Wie heiße ich? Und hier geht es nicht nur um einen bösewichtigen Rumpelstilz mit Hang zur Kindesentführung. Schließlich war ein wahres Märchen versprochen.

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