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Malteser in Deutschland

Malteser zur Gesundheitsreform: Ausgabenabschlag im Rettungsdienst ist grober Unfug

Köln (ots)

Als groben wirtschaftlichen, rechtlichen und
politischen Unfug werten die Malteser den Rettungsdienst betreffende 
Änderungen durch die Gesundheitsreform. Unter dem Punkt "Fahrtkosten"
für Rettungsfahrten wird ein Ausgabenabschlag in Höhe von drei 
Prozent an die Krankenkassen vorgesehen. Dazu Karl zu Löwenstein, 
Geschäftsführer der Malteser Hilfsdienst gGmbH: "Wer dies verlangt, 
mutet dem Bürger automatisch Qualitätseinbußen zu. Patienten zu 
versorgen,  Fahrzeuge auszustatten und das Personal hochqualifiziert 
auszubilden, wird auf diese Weise immer schwieriger." Und zwar 
bundesweit, unabhängig vom Abrechnungs- und Finanzierungssystem.
In den Bundesländern, bei denen für den Rettungsdienst der 
Kosten-/Leistungsnachweis gilt, werden nur die tatsächlich 
anfallenden Kosten abgerechnet: "Im Falle eines Ausgabenabschlags 
würden die Leistungserbringer unweigerlich auf drei Prozent der 
Kosten sitzen bleiben, egal wie wirtschaftlich sie arbeiten", so 
Löwenstein. Das könne nur zu Defiziten führen. Zudem sei es rechtlich
und politisch fragwürdig, dass letztlich dann Spender und Förderer 
für öffentliche Aufgaben aufkommen müssten.
In den Bundesländern, wo die Leistung offen ausgeschrieben und 
pauschal abgerechnet wird, so Löwenstein weiter, würde die Abgabe 
dazu führen, sie bereits im Vorfeld in das Angebot mit 
einzukalkulieren. "Für die Sozialversicherung wird dadurch kein Cent 
gewonnen! Es entsteht lediglich ein zusätzlicher Verwaltungsaufwand, 
der die Gesamtkosten antreibt."
Löwenstein schlägt vor -  statt des drei-prozentigen 
Abschlag-Unfuges - beispielsweise eher Anreize über Pauschalierungen 
zu schaffen, die zu weiterer Steigerung der Effizienz anspornen 
könnten.
Im Auftrag von Kommunen und Kreisen betreiben die Malteser 
bundesweit 168 Rettungswachen mit 5.000 Mitarbeitern und 600 
Fahrzeugen. Seit zehn Jahren arbeiten die Malteser als bislang 
einzige Hilfsorganisation nach einem bundesweit einheitlichen 
Qualitätsmanagementsystem im Rettungsdienst.
Achtung Redaktionen! Karl zu Löwenstein, Geschäftsführer Malteser 
Hilfsdienst gGmbH, steht für Interviews zur Verfügung, Vermittlung: 
0160 70 77 689.
Weitere Informationen: 
Dr. Claudia Kaminski
Pressesprecherin 
Malteser Hilfsdienst 
Telefon 0221/9822-125 
Fax     0221/9822-119  
Mobil   0160/70 77 689 
claudia.kaminski@maltanet.de
www.malteser.de

Original-Content von: Malteser in Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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