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NRZ: Der libysche Revolutionsführer Gaddafi zum Karikaturenstreit

    Essen (ots) - ESSEN/TRIPOLIS.  Der libysche Revolutionsführer Gaddafi hat im Karikaturenstreit schwere Vorwürfe gegen Europa erhoben. In einem Interview mit der in Essen erscheinenden Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung (NRZ) sagte er, Hass werde nicht von Muslimen oder Arabern verbreitet, sondern von "Ungläubigen", die die Mohammed-Karikaturen veröffentlicht haben und sich damit gegen Gottes Willen stellten. In seinem ersten europäischen Zeitungsinterview seit mehr als einem Jahr kritisierte er besonders das Schulsystem in Europa. "Dort wird der Islam angeklagt und dazu angehalten, ihn zu hassen. Sie lehren die Kinder, dass Mohammed nicht der Prophet Gottes ist, sondern ein Lügner", sagte er. Er zeigte sich überzeugt, dass die Unruhen in den französischen Vorstädten Ende letzten Jahres nur der Anfang eines Kampfes benachteiligter uslime in Europa sei: "Vielleicht wird der Islam eines Tages über Europa herrschen." Unmissverständlich lehnte Gaddafi den internationalen Terrorismus ab, beobachtet aber wachsende Unterstützung für das Terrornetzwerk El Kaida in der islamischen Welt. (NRZ)

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