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NRZ: Kein Verständnis für Polit-Gezicke - ein Kommentar von MANFRED LACHNIET

Essen (ots) - Nächtelang, oft bis zum frühen Morgen, beriet die Bundesregierung, als die griechischen Schulden unser Finanzsystem bedrohten. Die politischen Überstunden waren gut investiert. Denn so spürten die Menschen im Lande, dass sich die Regierung wirklich kümmert. Das war gut so. Mindestens so viel Engagement erwarten die Bürger nun in der Flüchtlingsfrage. Doch hier enttäuscht die Große Koalition auf ganzer Linie. Schon nach kurzer Dauer wurden die gestrigen Gespräche auf Donnerstag vertagt. Das ist unverantwortlich. Die Regierung wirkt unentschlossen und schlaff, wo sie einig und stark auftreten müsste. Sie nimmt nicht ernst genug, was die Bürger zutiefst bewegt. Diese Haltung ist brandgefährlich, denn mit Schwäche und Abgehobenheit bedient man genau jene Klischees, die Demokratiefeinde so gern vor sich hertragen. Gerade in diesen Tagen muss die Große Koalition zeigen, dass sie zu Großem fähig ist. Dazu gehört, dass unser Land die Kontrolle über die Grenzen zurückerhält. Ob in Transitzonen oder dezentral ist dabei ziemlich unerheblich. Entscheidend ist, dass bei der Bundespolizei mehr Personal bereitgestellt wird. Dazu in den Schulen, Asylbehörden, Kitas und so vieles mehr. Die Menschen im Lande wollen erleben, dass sich was tut. Für Polit-Gezicke hat niemand Verständnis. Derweil arbeiten die vielen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer unermüdlich weiter. Sie können es sich nicht leisten, ihre Arbeit auf Donnerstag zu vertagen.

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