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23.12.2011 – 20:48

Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung

NRZ: Zu den Protesten in der ganzen Welt schreibt die in Essen erscheinenede Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ):

Essen (ots)

Die Frauen haben zu ihrem Mut gefunden. Sie gehen auf die Straße, um sich zu wehren, um Missstände in ihren Ländern anzuprangern und für ihre Rechte zu kämpfen. Es war ein gutes Zeichen, dass der Friedensnobelpreis in diesem Jahr an Tawakkul Karman (Jemen), Ellen Johnson Sirleaf und Leymah Gbowee (beide Liberia) - allesamt Vorkämpferinnen für die Demokratie - gegangen ist.

Überhaupt ist dieses Jahr ein gutes für die Demokratie. Die Menschen in aller Welt haben erkannt, dass Veränderung möglich ist, dass sie etwas bewirken können. Der Arabische Frühling hat es gezeigt - Tunesiens Despot Ben Ali und Ägyptens Machthaber Husni Mubarak sind gestürzt, auch Libyen hat sich vom Tyrannen Muammar Gaddafi befreit, wenn auch die Umstände seines Todes noch zu untersuchen sind. Der Weg der Arabellion war nicht leicht und wird es auch nicht sein. Die Bilder von blutigen Auseinandersetzungen und Demütigungen tun weh. Ägypten versinkt erneut in Gewalt, in Syrien ist noch kein Ende des Krieges in Sicht. Doch obwohl die Menschen täglich in Angst leben, geben sie nicht auf. Sie verdienen unseren Respekt, und sie dienen als Vorbilder. So muckte in den USA die "Occupy"-Bewegung auf, um gegen die Macht der Finanzwirtschaft zu demonstrieren. Auch Deutschland und andere Länder Europas schlossen sich an. In Italien, Griechenland oder Spanien machten die Bürger gegen ihre Regierung mobil. Die Auswirkungen: Der griechische Ministerpräsident Giorgos Andrea Papandreou trat von seinem Amt zurück, und Italiens Silvio Berlusconi ist ebenfalls Geschichte. Selbst heute, am heiligen Abend, werden in Moskau etliche Demonstranten erwartet, und in Bielefeld wollen heute Tausende ein Zeichen gegen Rechts setzen. Jede Demo ist anders, und doch gibt es eine zentrale Botschaft: Wir wollen Gerechtigkeit.

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