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Westfalenpost: Protzige Inszenierung Iran gibt britische Gefangene frei

Hagen (ots)

Von Eberhard Einhoff
Der Iran gibt 15 britische Marineangehörige frei. Das ist - 
glücklicherweise und nüchtern betrachtet - die Entschärfung einer 
Lage mit hoher politischer Sprengkraft. Nicht Waffen haben das Ende 
einer schweren Krise bewirkt, sondern Diplomatie. Wirklich?
 Sicher ist als wohltuend zu verzeichnen, dass die Briten einen 
kühlen Kopf bewahrt haben. Womit aber hätten sie denn wirklich 
auftrumpfen können? Die Fäden hält schließlich Mahmud Ahmadinedschad 
in der Hand. Und Irans Präsident weiß sie wahrlich zu nutzen. Die 
protzige Inszenierung der Freilassungs-Bekanntgabe, die schwülstigen 
Begleitworte, die demonstrativ herablassende Großmut - wie übelstes 
Schmierentheater eben.
 Aber propagandistisch auch äußerst wirksam. Genau darauf kommt es 
Ahmadinedschad an, nämlich sich und sein Land als rechtschaffen, 
wohlmeinend und ehrlich zu präsentieren, während denen, die Druck auf
den Iran ausüben, allein die Rolle des Aggressors zukommt.

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