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Westfalenpost: Gemeinsame Sache - Zur Freigabe der Waldwege für Reiter in NRW

Hagen (ots) - Der Teufel steckt im Detail. Das kennen wir. Gesetze sind dehnbar. So auch in diesem Fall für mehr Bewegungsfreiheit der Reiter in der Landschaft. Paragraf 58, Absatz 2 des Landesnaturschutzgesetzes, das im Januar in Kraft tritt, sagt: "Das Reiten im Wald ist auf den so genannten Fahrwegen gestattet. Dies sind alle befestigten oder naturfesten Waldwirtschaftswege, unabhängig davon, ob sie auch als Wanderwege ausgewiesen worden sind." Hört sich aus Sicht der Reiterwelt gut an. Sie freut sich über die Verbesserung, über das Ende des Wirrwarrs von Verboten und Genehmigungen. Vor der Freude schlägt Paragraf 83 zu. Kreise und kreisfreie Städte prüfen, welche Regelungen für das Reiten im Wald auf ihrem Gebiet künftig angemessen und erforderlich sind. Und was passiert? Nicht ungerne versuchen die Verantwortlichen alte Inhalte in die neue gesetzliche Grundlage zu pressen. Das schafft Unfrieden. Nur vor Ort, nur in gemeinsamen Gesprächen lassen sich mit allen beteiligten Akteuren Lösungen finden. Es gibt genug Spielraum. Das fängt beim Schadensersatz für Waldbauern an. Und ehrlich gesagt, Reiter sind in der Natur nicht das Problem. Lassen Sie uns über das Verhältnis von Mountainbikern und Wanderern reden. Da besteht Redebedarf.

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