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Westfalenpost: Ausländerzentralregister

Hagen (ots) - Jeder kennt diese Aufforderungen aus der Kindheit: Ordnung muss sein. Ordnung ist das halbe Leben. Ordnung first wäre die jüngste, die US-Version. Bleiben wir hier. Die DIN ist Deutschlands DNA. Jeder Feuerlöscher, jeder Holzbalken ist zertifiziert und genormt. Wenn es um technische Belange geht, vom Diesel-Skandal einmal abgesehen, funktioniert die Bürokratie. In der Regel. Wenn es um Menschen geht, versagt sie. Das Ausländerzentralregister ist in einem erbärmlichen Zustand. Hier leben Tote ewig, hier tauchen eingebürgerte Frauen und Männer als Ausländer wieder auf, hier hat mancher mehrere Identitäten, weil arabische Namen nicht einheitlich ins lateinische Schriftbild übertragen werden. In dem Register, das von etwa 600 Ausländerbehörden verwaltet wird, herrscht ein Daten-Durcheinander. Kein Vorwurf an das Personal. Niemand kann eine Zitrone vier Mal auspressen. Die Politik schaut zu. Erst wenn ein Attentäter als Karteileiche längst des Landes hätte verwiesen werden müssen, wird sie wach. Ein Drama, wenn es in Folge dieses desaströsen Zustandes zu Fehlentscheidungen kommt. Mit tragischen Folgen für die Betroffenen. Was hilft? Eine Grundreinigung des Registers. Zügig.

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