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Westfalenpost: Das Ziel bleibt richtig Von Torsten Berninghaus

Hagen (ots) - Deutschland hat so viel Kohle verstromt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Klimaziele sind in Gefahr. Die Energiewende stünde kopf, heißt es. Aber langsam. Es lohnt eine Betrachtung der Ziele der Energiewende:

   1. Steigerung des regenerativ erzeugten Stromanteils.
   2. Mittelfristiger Verzicht auf Atomstrom.
   3. Reduzierung des CO2-Ausstoßes. 

Was die ersten beiden Ziele angeht, so ist Deutschland auf gutem Weg. Der Ausbau der Solar- und Windanlagen läuft schneller als geplant. Richtig ist aber, dass die Klimaziele aktuell nicht erreicht werden. Was ebenso absehbar wie erklärlich ist. Denn die Erzeugung von Strom aus Kohle ist die einzige Energie aus fossilen Brennstoffen, die unter den derzeitigen Bedingungen noch auskömmlich ist. Gaskraftwerke können demgegenüber kaum noch wirtschaftlich betrieben werden.

Indes ist ein Gegensteuern unter den aktuellen Bedingungen kaum möglich. Denn der Preis für die CO2-Verschmutzungsrechte ist derart im Keller, dass klimafreundliche Gaskraftwerke erst bei einer Verzehnfachung der Zertifikats-Preise mit den Kohlemeilern konkurrieren könnten. Unter dem Strich bleibt: Das Umsteuern in Sachen Stromerzeugung ist richtig. Der Weg allerdings ist steinig und bedarf noch einiger Anstrengung.

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