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Westfalenpost: Westfalenpost zur Fleischindustrie

Hagen (ots)

<p>So ein saftiges Steak, so ein zartes Wiener Schnitzel im XXL-Format oder so ein Stück Putenbrust, das auf der Zunge zergeht: lecker. Das Mittagessen rückt näher. Der Gedanke an Fleisch aller Art lässt das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die Geschmacksnerven jubilieren. Vorfreude. Passen Sie auf, dass Ihnen nicht der Appetit vergeht. In dieser Hinsicht versteht die Fleischbranche ihr Geschäft. Nein, dieses Mal geht es nicht um die Tierhaltung. Nicht um Hühner in Käfigen, um Schweine, die bei lebendigem Leib verbrüht werden, sondern um Menschen, die wie Tiere behandelt werden.</p><p/><p>Moderne Sklaverei ist offenbar in der fleischverarbeitenden Industrie an der Tagesordnung. Nur wer die Kosten um jeden Preis drücken kann, der überlebt im knallharten Wettbewerb. Das billige Fleisch hat seinen Preis.</p><p/><p>Mitarbeiter aus Osteuropa töten, zerlegen und verpacken die tierische Ware in den Unternehmen - für kleines Geld. Nicht als Angestellte des Schlacht- oder Verarbeitungsunternehmens, sondern als Werksvertragsarbeiter von Subunternehmen erhalten sie nach Schätzungen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten pro Stunde vier bis fünf Euro. Zum unverschämten Niedriglohn gehört nicht selten eine menschenunwürdige Massenunterkunft. All das schreit zum Himmel. Es ist und bleibt eine Schweinerei.</p>

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