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Westfalenpost: Wunschdenken

Hagen (ots) - Es gibt keinen raschen Abzug aus Afghanistan Von Jörg Fleischer Einmal mehr hat der Westen seine ehrgeizigen Abzugspläne aus Afghanistan formuliert. Es war eine Konferenz von vielen. Weitere werden folgen. Bereits im nächsten Jahr soll der Abmarsch erster Truppenteile der Nato beginnen - schon 2014 wollen die Afghanen selbst für ihre Sicherheit sorgen. Das ist Wunschdenken, auch wenn der machtlose Präsident Karsai sich umso entschlossener gibt. Angesichts der derzeitigen Lage - immerhin hat die internationale Schutztruppe ihren verlustreichsten Monat gerade erst hinter sich - erscheinen diese Ziele unrealistisch. Will der Westen das Land eines Tages verantwortungsvoll in die Hände der Afghanen übergeben, dann werden seine Soldaten weitaus länger dort für Sicherheit sorgen müssen als geplant.Zwar zwingt die Kriegsmüdigkeit in den Heimatländern die Regierungen des Bündnisses dazu, Hoffnungen auf einen raschen Abzug vom Hindukusch zu machen. Doch diese sind trügerisch. Afghanistan wird die Kräfte des Westens noch lange binden.

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