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NOZ: Gespräch mit Ulrich Klaus Becker, ADAC-Vizepräsident für Verkehr

Osnabrück (ots) - Illegale Autorennen: ADAC fordert intensivere Betreuung junger Fahrer

ADAC-Vizepräsident für Verkehr Becker gegen PS-Beschränkungen - "Wir müssen nicht in den Motorraum, sondern in die Köpfe der Fahrer"

Osnabrück. Nach den tödlichen Unfällen bei illegalen Autorennen in Bremen und Köln fordert der ADAC eine Betreuung junger Fahrer über die Führerscheinprüfung hinaus, zum Beispiel durch spezielle verkehrspsychologische Seminare. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) sagte Ulrich Klaus Becker, ADAC-Vizepräsident für Verkehr: "Es steht außer Frage: Wer derart verantwortungslos mit einem Pkw oder einem Motorrad umgeht und andere in Gefahr bringt, muss bestraft werden. Neue Gesetze brauchen wir aber nicht, die vorhandenen rechtlichen Möglichkeiten reichen aus." Entscheidend sei es, junge Fahrer zu erreichen, bevor sie zu Rasern würden. "Wir müssen nicht in den Motorraum, sondern in die Köpfe der Fahrer hinein", erklärte Becker.

"Bereits während der Fahrausbildung müssten junge Fahrer deutlich intensiver betreut werden - und zwar über die Führerscheinprüfung hinaus", forderte der ADAC-Vizepräsident. "Beispielsweise können verkehrspsychologische Seminare oder professionell durchgeführte Begleitfahrten dazu beitragen, die für diese Altersgruppe typische Risikoneigung zu reduzieren", sagte er.

Kaum zielführend seien dagegen Forderungen nach schärferen Strafen oder PS-Beschränkungen für die Autos junger Fahrer. Vor allem Letzteres sei "zudem kaum zu kontrollieren", warnte er.

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