Alle Storys
Folgen
Keine Story von Neue Osnabrücker Zeitung mehr verpassen.

Neue Osnabrücker Zeitung

NOZ: Gespräch mit Dietmar Schilff, Gewerkschaftsvorsitzender der Polizei in Niedersachsen

Osnabrück (ots)

Gewerkschaft: Personallage bei Polizei in Niedersachsen "katastrophal"

GdP-Vorsitzender fordert von Landesregierung zusätzliche Mittel für mehr Ordnungshüter

Osnabrück.- Die Gewerkschaft der Polizei bezeichnet die Situation bei den Ordnungshütern in Niedersachsen angesichts andauernder Personalengpässe als "katastrophal". Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Gewerkschaftsvorsitzender Dietmar Schilff: "Es geht so nicht weiter." Er forderte die rot-grüne Landesregierung auf, im kommenden Haushalt zusätzliche Mittel für mehr Polizisten im Land freizumachen. Es sei "fatal", bei der Sicherheit Abstriche zu machen, um das Ziel der Schuldenbremse zu erreichen, so Schilff. Schon jetzt seien auch für den Bürger die Auswirkungen der Unterfinanzierung zu spüren: "Wer die 110 wählt, der erwartet berechtigt schnelle Hilfe. Die können wir aber bereits jetzt nicht immer und überall gewährleisten", sagte der GdP-Landesvorsitzende der "NOZ". Dies werde sich in der Zukunft noch zuspitzen. Allein bis 2030 gehen seinen Angaben zufolge 9500 niedersächsische Polizisten in den Ruhestand. Es dürfte laut Schilff bereits schwer werden, diese Stellen nachzubesetzen, da Niedersachsen bei der Bezahlung der Polizisten bundesweit auf Rang 14 liege. Der Gewerkschafter beklagte, die Landesregierung entgegne zwar immer, es gebe bei der Polizei so viel Personal wie noch nie. "Davon merken wir im Alltag aber herzlich wenig", so Schilff. Die Aufgaben der Polizei würden immer umfangreicher: Ob in den Bereichen Internet-Kriminalität oder Kinderpornographie, bei denen sich Ermittler durch Datenberge arbeiten müssten, oder aber häusliche Gewalt. Hinzu kämen anhaltende Demonstrationen von Pegida-Ablegern in Niedersachsen, Einbruchskriminalität, akute Terrorgefährdung oder Fußballspiele in Niedersachsen und anderen Bundesländern. Laut Schilff mache sich zwar Innenminister Boris Pistorius (SPD) für die innere Sicherheit stark, dieses Engagement vermisse er aber beim Rest der rot-grünen Landesregierung. Schilff sagte: "Wenn man Sicherheit haben will, dann kostet das auch was."

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Neue Osnabrücker Zeitung
Weitere Storys: Neue Osnabrücker Zeitung
  • 11.07.2015 – 07:00

    NOZ: Interview Medien mit René Turrek, Graffiti-Künstler

    Osnabrück (ots) - Graffiti-Künstler René Turrek: In der Szene herrscht Rivalität 37-Jähriger arbeitet nach seiner illegalen Phase mit der Polizei zusammen Osnabrück.- Graffiti-Künstler René Turrek bescheinigt vielen seiner Sprayer-Kollegen ein Rivalitätsdenken. "Die Szene selber gönnt einem nicht den Schmutz unter den Fingern. Viele werfen mir vor, ich würde meine Seele verkaufen, weil ich heute ins ...

  • 11.07.2015 – 07:00

    NOZ: Interview mit Axel Reimann, Präsident der Deutschen Rentenversicherung (DRV)

    Osnabrück (ots) - Rentenversicherung: Zwei bis drei Prozent Rendite Präsident Reimann sieht Institut gut aufgestellt - "Wir müssen Vergleich nicht scheuen" - Beitragssatz ab 2019 wieder erhöht? Osnabrück.- Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) muss nach den Worten ihres Präsidenten Axel Reimann in der Altersvorsorge "den Vergleich nicht scheuen". In einem ...