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Neue OZ: Kommentar zu Filmkunst

Osnabrück (ots) - Serien sind Kunst

Manchmal ist der Blick von außen treffender als die Selbstwahrnehmung. Das MoMA zeigt eine schmale Auswahl junger deutscher Filme - und mischt wie selbstverständlich eine Fernsehserie unter den Autorenfilm und die Vorzeige-Doku.

Darin spiegelt sich eine amerikanische Wertschätzung des Fernsehformats wider, für die man in Deutschland immer noch arbeiten muss. Dass eine Arbeit wie Dominik Grafs "Im Angesicht des Verbrechens" auf der Berlinale läuft, bleibt weiterhin die spektakuläre Ausnahme. Und für Schauspieler ist Serienruhm hierzulande immer noch eher Stigma als Sprungbrett.

International hat sich das episodische Erzählen längst als anspruchsvolle Großform etabliert. Beim breiten Publikum hält sich aber das Vorurteil gegen ein vermeintlich triviales Format. Auch den Programm-Planern fehlt der Mut zum langen Atem. Was als TV-Event hochgejubelt wird, orientiert sich allzu oft an fernsehfernen Kino-Dramaturgien. Das Resultat: Amphibienfilme, die es allen Medien recht machen wollen.

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