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Neue OZ: Kommentar zu Tarife
Bahn
GDL

Osnabrück (ots) - Noch längst nicht im Zielbahnhof

Viele Bahnreisende können erst einmal erleichtert Luft holen: Kurz vor Ostern hat sich die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) endlich mit der längst kompromissbereiten Deutschen Bahn geeinigt. Das ist vor allem für die Kunden ein wichtiges Signal, weil damit keine Streiks im belebten Feiertagsverkehr drohen. Die GDL hat mit dem Abschluss bewiesen, dass es einen Wettbewerb der Gewerkschaften geben kann.

Dennoch: Das Ergebnis der Tarifeinigung ähnelt nur dem, was bereits die große Eisenbahnergewerkschaft EVG mit der Deutschen Bahn vereinbart hatte. Dafür wären nicht monatelange Verhandlungen nötig gewesen. Deshalb erreicht die GDL auch nur eine Zwischenstation, in den Zielbahnhof einfahren wird die kleine, aber mächtige Spartengewerkschaft noch lange nicht.

Die zweite Wegstrecke wird erheblich schwieriger zu erreichen sein. Denn es ist schwerer, die Weichen so zu stellen, dass es einen einheitlichen Tarifvertrag gibt, der auch für die rund 6000 Lokführer der Privatbahnen gilt. Bei der Deutschen Bahn konnte die GDL mit geringem Aufwand große Teile des Personen- und Güterverkehrs lahmlegen. Bei den Privatbahnen wird das schwieriger sein.

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