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Neue OZ: Kommentar zu Arbeit
Frauen
Frauentag

Osnabrück (ots) - Ein Tag mit großer Entwicklung

Als die sozialistische Politikerin Clara Zetkin vor gut 100 Jahren die Einführung eines internationalen Frauentages forderte, lebte sie in einer anderen Welt als wir heute. Sozialismus und Kommunismus, die damaligen Antriebsmotoren für viele Frauenrechtlerinnen, sind heute keine ungelebten, sondern in den meisten Gesellschaften abgehakte Utopien. Nicht zuletzt deshalb wird diese politische Herkunft immer wieder kritisiert. Auch Alice Schwarzer, die Ikone der deutschen Frauenbewegung, hat sich schon für die Abschaffung des Frauentages ausgesprochen - weil sie und ihre Mitstreiterinnen sich gegen die sozialistische Linke der 1968er-Zeit abgrenzen mussten, um für die Rechte der Frauen kämpfen zu können. Diesen Tag deshalb zu diskreditieren, ist aber zu kurz gedacht.

Er hat eine wechselvolle Geschichte. Die Nazis huldigten ihrem reaktionären Frauenbild lieber zum Muttertag, in der DDR erlebte der 8. März eine neue Blütezeit, in der Bundesrepublik spielte er kaum eine Rolle. International hat er allerlei erlebt- in Russland wird es heute Blumen für die Frauen geben, in Norwegen zumindest ein "Herzlichen Glückwunsch", weltweit gibt es, unter höchst unterschiedlichen gesellschaftlichen Voraussetzungen, Demonstrationen. Der 8. März ist ein Selbstläufer, und seit 1976 auch von den Vereinten Nationen offiziell zum Frauentag bestimmt. Ein Tag mit einer großen Entwicklung - wie die Geschichte der Frauen, an die er erinnert.

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