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Neue OZ: Kommentar zu das Große Haus im Theater Rostock

Osnabrück (ots) - Nur eigene Kraft hilft aus der Flaute

Merkwürdig, wie überraschend und mitten in der Spielzeit festgestellt wird, dass das Große Haus im Theater Rostock aus Brandschutzgründen nicht mehr bespielt werden kann. Von außen gesehen wirkt dieses Problem wie hausgemacht. Der marode Zustand scheint schlicht verdrängt worden zu sein - bis jetzt das Aus kam. Auch andere Bühnen haben Umbauzeiten heil überstanden, allerdings beizeiten nach einer Ausweichspielstätte gesucht. Auch der erhoffte Neubau klingt nach irrealem Zukunftstraum - wer, wenn nicht die finanzklamme Kommune, soll den zahlen? Und schließlich: Wer so schwer überlebenswichtige Notbremsen ziehen kann, wo will der auf einmal kühne Rettungsideen hernehmen? Da scheint sich so manche Landesbühne im vergangenen Jahr energischer am eigenen Schopf aus dem Sumpf schrumpfender Zuschauerzahlen und bröckelnder Zuschüsse gezogen zu haben als das Dreisparten-Stadttheater.

Wo ist der Nachwende-Elan der hundert Jahre alten Bühne geblieben? Damals fiel es hin und wieder überregional auf. Jetzt wird es sich wohl vor allem aus eigener Kraft gegen die Flaute stemmen müssen.

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