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Neue OZ: Kommentar zu doppelten Abiturjahrgang

Osnabrück (ots) - Weg vom Hotel Mama

In wenigen Monaten erhalten so viele junge Menschen wie noch nie in Niedersachsen ihre Abiturzeugnisse. Mit der Hochschulreife in der Tasche werden die Absolventen des Doppeljahrgangs einen Bewerberansturm bei den Universitäten auslösen. Furcht ist aber nicht angebracht. Auch die Universitäten und Hochschulen im Nordwesten geben sich ein Dreivierteljahr vor Beginn des Wintersemesters gelassen. Kein Wunder, hatten sie doch Jahre Zeit, sich auf steigende Studierendenzahlen einzustellen. Zum Glück, denn der erzwungene Ausbau der Hochschulen kommt nicht nur dem doppelten Abiturjahrgang zugute, sondern auch allen Schülern, die ihm folgen werden. Das ist gut so, weil immer mehr Berufsbilder eine universitäre Ausbildung und einen wissenschaftlichen Hintergrund verlangen.

Mit dem Ausbau der Hochschulen werden nun zwar noch keine paradiesischen Verhältnisse für Studierende geschaffen, doch ist auch nicht zu erwarten, dass die Standards sinken werden. Die eigentlichen Probleme für den doppelten Abiturjahrgang finden sich vielmehr außerhalb von Hörsaal und Campus: Das Studentenwerk etwa befürchtet einen Wohnungsnotstand. Das darf nicht passieren, denn es wäre äußerst bedauerlich, würden angehende Akademiker aus diesem Grund ihren Studienort allein nach der Nähe zum Elternhaus aussuchen. Ziel muss es vielmehr für jeden Abiturienten sein, sich gründlich zu informieren, um das für ihn beste Studium antreten zu können. Losgelöst vom Hotel Mama.

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