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Neue OZ: Kommentar zu Verbraucher
Lebensmittel
Dioxin
NRW

Osnabrück (ots) - Schlamperei oder Absicht?

Schon wieder! Trotz ständig wiederkehrender Skandale um mit Dioxin belastete Futtermittel scheinen die Behörden diese Gefahr nicht in den Griff zu bekommen. Erst im vergangenen Frühjahr war belastetes Futter aus Holland auch nach Niedersachsen gekommen. Fünf Jahre zuvor wurden mehrere Bauernhöfe aus Nordrhein-Westfalen wegen des Verdachts auf mit Dioxin belastetes Futter gesperrt.

Völlig unverständlich ist im aktuellen Fall, wie technische Fette und Fette für Futtermittel miteinander verarbeitet werden konnten.

Das legt den Verdacht nahe, dass bei der Produktion entweder unglaublich geschlampt wurde oder die Hersteller versuchen, auf möglichst kostengünstige Weise Futter auf den Markt zu bringen - auf Kosten der Gesundheit von Menschen.

Das Landwirtschaftsministerium zeigt mit dem Sperren von 1000 Betrieben in Niedersachsen zwar Entschlossenheit, kann aber über das Versagen in der Lebensmittel-Überwachung nicht hinwegtäuschen - Tausende verdächtige Eier sind längst verzehrt worden.

Den Behörden bleibt jetzt nur noch Schadensbegrenzung. Und die muss kompromisslos sein. Verbraucher haben das Recht, sofort zu erfahren, wo verdächtige Eier und andere Produkte verkauft wurden. Außerdem müssen die Verantwortlichen im Ministerium erklären, wie mit immer neuen Gift-Skandalen endlich Schluss gemacht werden kann.

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