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Neue OZ: Kommentar zu Film
Allen

Osnabrück (ots) - Geniestück oder nicht?

Kommt noch ein Meisterwerk? Oder liegen die besten Filme hinter Woody Allen? Bei jedem Neustart wird um diese Frage aufs Neue gestritten. Dabei gerät leicht aus dem Blick: Schon dass der mit dem heutigen Tag 75-Jährige überhaupt immer wieder weitere Filme vorlegt, ist die Meisterleistung. Denn mit dem alljährlichen Projekt ist Woody Allen nicht nur einer der produktivsten Regisseure; er hat es zudem geschafft, in all den Jahrzehnten Herr über sein Werk zu bleiben.

Mit dem Erfolg seiner frühen Komödien und den Oscars für den "Stadtneurotiker" hat er sich einen Einfluss auf das eigene Werk erarbeitet, den er bis heute erhalten konnte: Er dreht nach eigenen Büchern und bewahrt sich das letzte Wort über die kreativen Entscheidungen. In Hollywood ist das keine Selbstverständlichkeit. Das gilt inzwischen auch für Allen, der aber noch im Alter einen Ausweg aus der Not gefunden hat - und der sich als "europäischster US-Regisseur" nun auch in Europa finanzieren lässt. Und siehe da: Der späte Bruch mit den Drehgewohnheiten erweist sich sogar als produktiv. Selbst wenn am Ende nicht jeder Film ein Meisterwerk ist.

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