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Neue OZ: Kommentar zu Kultur
Musik
Salzburger Festspiele

Osnabrück (ots) - Fette Brocken

Nach Luigi Nonos "Al gran sole" und Wolfgang Rihms "Dionysos" kehren die Salzburger Festspiele wieder zur Kulinarik zurück. Allerdings fährt das Festival angemessen auf: "Macbeth", "Frau ohne Schatten" und "Makropulos" sind fette Brocken. Trotzdem: Von der Avantgarde rückt Interims-Chef Markus Hinterhäuser auf der Opernbühne ab.

Dabei zeichnet gerade der einstige Konzertchef in seinem Bereich für einen hohen Anteil an Zeitgenössischem. Da bleibt sich Hinterhäuser auch treu: Gustav Mahlers Musik dient ihm als Basislager für Erkundungsgänge durch die Neue Musik. Einmal mehr ein Programm für Anspruchsvolle.

Auch das Schauspielprogramm setzt gewichtige Akzente bei der zeitgenössischen Kunst. Das macht Salzburg indes noch nicht zum Experimentierfeld: Autoren wie Schimmelpfennig oder Handke sind bekannt genug, um beim Publikum als "must seen" zu gelten, und liefern dennoch Neues. Warum also gibt sich die Oper zu brav?

Sicherlich ist das nicht Hinterhäuser anzukreiden. Der übernimmt eine Saison lang die Verantwortung, doch geplant haben sicherlich, zumindest in groben Zügen, Verantwortliche im Hintergrund. Sie geben schon mal einen Vorgeschmack, wie die Ära Pereira werden könnte: opulent, aber auch ein bisschen fad.

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