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Neue OZ: Kommentar zu Soziales
Arbeit
Erzieher

Osnabrück (ots) - Auf dem richtigen Weg

Familienministerin Kristina Schröder schlägt den richtigen Weg ein, wenn sie den Anteil männlicher Erzieher in Kindertagesstätten erhöhen will. Nicht, weil Männer die besseren Erzieher wären. Sondern, weil es Mädchen und Jungen in der frühkindlichen Bildung entwicklungspsychologisch nützt. Nach Ansicht vieler Experten tut es den Jüngsten sehr gut, wenn sie neben vielen Frauen auch Männer als Vorbilder, Respekts- und Bezugspersonen erleben. Das gilt besonders für jene Kinder, die alleine von Müttern erzogen werden. Noch sind männliche Erzieher in den Kitas exotische Ausnahmen. Dass ihre Zahl bisher relativ gering geblieben ist und nicht stetig wächst, hat viele Gründe. So müssen Männer, die in Kitas arbeiten wollen, nach wie vor gegen Vorurteile und Misstrauen einiger Eltern ankämpfen. Zudem haftet der Erziehung das Image einer frauentypischen Tätigkeit an.

Im Übrigen gibt es derzeit nur wenige Vollzeit-Stellen und geringe Aufstiegsmöglichkeiten. So kommt es, dass männliche Erzieher, wenn sie sich denn schon für diesen Beruf entschieden haben, eher in Kinderheimen arbeiten, Jugendwohngruppen betreuen oder mit Behinderten arbeiten. Die Zahl der männlichen Erzieher in den Kitas kann der Staat nur mit begrenzten Mitteln beeinflussen. Doch auf Quereinsteiger zu setzen ist immerhin eine Möglichkeit.

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