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Neue OZ: Kommentar zu Umwelt
Klima

Osnabrück (ots) - Merkel in der Malaise

Menschenketten, Mahnwachen, poppiger Protest: Dieses Wochenende könnte Weckruf für die Wiedergeburt einer politischen Streitkultur in der Republik sein. Zurück auf die Straße, heißt das Motto. Die Demonstration gegen die Atompolitik der Bundesregierung belebt eine Bewegung, die zuletzt belächelt wurde, weil sie bedeutungslos geworden war. Bleibt der Widerstand friedlich, dürfte er seine Wirkung nicht verfehlen.

In den nächsten Wochen und Monaten muss die Merkel-Regierung in Energiefragen mit kräftigem Gegenwind rechnen. Kernkraft, Gorleben und Asse sind nur einige Stichworte, jedoch am heutigen Jahrestag des Tschernobyl-GAUs besonders prägend. Aus dieser Malaise befreit Merkel & Co auch nicht der angekündigte Strategiewechsel beim internationalen Klimaschutz - so richtig dieser Schritt ist, um die Scherben nach dem Scheitern der Konferenz von Kopenhagen einigermaßen zusammenzukehren.

Denn die meisten Bürger sind der Taktik um Temperatur und Treibhausgase überdrüssig. Es ist höchste Zeit, nicht allein auf Erderwärmung fixiert zu sein. Ebenso wichtig und selbst von Klimawandel-Skeptikern nicht zu leugnen, ist dieser Befund: Eine rasant wachsende Weltbevölkerung ist trotz schwindender Ressourcen mit Energie zu versorgen. Nicht nur die Menschen in Deutschland erwarten eine Antwort auf die Frage, wie dies bewältigt werden soll.

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