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05.01.2010 – 22:00

Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen
Airbus
A400M

Osnabrück (ots)

Härte, die sich rechnen wird
Jetzt heißt es Härte zeigen! Verweigert die Bundesregierung die 
freiwillige Übernahme der aberwitzigen Mehrkosten für Entwicklung und
Bau des Militär-Transportflugzeugs A400M, wird das Signalwirkung auf 
die Branche entfalten. Ganz im Sinne der Steuerzahler.
Zweifellos ist es schlimm, wenn Europas derzeit ehrgeizigstes 
Rüstungsprojekt scheitert und nur ein Kauf im außereuropäischen 
Ausland bleibt. Die Krise beim A400M-Hersteller Airbus und seiner 
Konzernmutter EADS wäre unvermeidlich und überaus bedauerlich. Aber 
sie ist hausgemacht, Ergebnis krasser Managementfehler.
Gerade weil der Rüstungsmarkt ein künstlicher ist mit sehr wenigen
Anbietern und einer kleinen Schar staatlicher Abnehmer, kommt es so 
sehr darauf an, dass Airbus mit seiner dreisten 
5,3-Milliarden-Euro-Nachforderung für den A400M nicht durchkommt. 
Alles andere hätte verheerende Folgen mit Blick auf weitere 
Geschäfte, sei es mit EADS oder anderen Unternehmen.
Denn eines darf ja nicht sein: Europa bewahrt sich strategische 
Rüstungskapazitäten, um nicht in die Abhängigkeit von auswärtigen 
Anbietern zu geraten; dafür wird die europäische 
Rüstungszusammenarbeit mit Steuermitteln gefördert - und am Ende 
kommt nicht mehr heraus, als dass sich die Regierungen von 
Monopolisten wie Airbus erpressen lassen. Genau das droht jetzt im 
Falle A400M.

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