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Neue OZ: Kommentar zu China
USA

Osnabrück (ots)

Chinas Mauer zu hoch
Die Chinesische Mauer verändere seinen Blick aufs Tagesgeschäft, 
zeigte sich Barack Obama bei seinem Antrittsbesuch in Peking vom 
einstigen Bollwerk beeindruckt. Die schier unüberwindbare Mauer in 
den Gesprächen mit Chinas Staatsführung dürfte dem US-Präsidenten 
hingegen weniger gefallen haben.
Immerhin: Beide Seiten wollen die "strategische Partnerschaft" 
vertiefen, was angesichts der ideologischen Diskrepanz der beiden 
Supermächte schon viel ist. Doch Obama musste im eisigen Peking 
feststellen, dass Charisma und Charme auch das scheinbar eingefrorene
Lächeln seiner Gegenüber nicht auftauen können.
Hu Jintao und seine Apparatschiks sitzen schließlich am längeren 
Hebel: Von der Wirtschaftskrise weniger getroffen als die USA, ist 
China noch stärker als bisher zu deren größtem ausländischen 
Gläubiger mutiert. In der Frage der Wechselkursanpassung konnte man 
den Gast aus Washington gar kalt abservieren. Auch in puncto Iran und
Nordkorea gab es für Obama die erwarteten Absagen: Mehr Druck auf die
Regime in Teheran und Pjöngjang will Peking nicht ausüben. Dass der 
US-Präsident jedoch die Menschenrechte und die Tibetfrage nur 
beiläufig erwähnt, ist enttäuschend für einen 
Friedensnobelpreisträger.

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Telefon: 0541/310 207

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