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Neue OZ: Kommentar zu Impfstoffe gegen Schweinegrippe

    Osnabrück (ots) - Das größere Risiko

    Der Präsident des Landesgesundheitsamtes in Niedersachsen hat recht: Das eigentliche Problem ist immer noch die Schweinegrippe und nicht etwa die Impfung - so ärgerlich die Konfusion über verschieden wirkende Mittel auch bleibt.

    Leider ist es in der Kürze der Zeit nicht gelungen, ein Präparat gegen die neue Influenza zu entwickeln, das dank hinreichender Erprobung keinen Raum für Zweifel lässt. So gibt es nur eine Alternative: Mögliche begrenzte Nebenwirkungen zu akzeptieren oder aber ungeschützt das sehr viel größere Risiko einer Ansteckung mit dem hochgefährlichen Virus in Kauf zu nehmen.

    Mit dem gemeinsamen Aufruf zur Impfteilnahme haben gestern Politik, Ärzteschaft und Krankenkassen in Niedersachsen ein Signal gesetzt. Dieser Vorstoß - und auch das grundsätzliche Bekenntnis zum Präparat Pandemrix - könnte in der vom Streit um Impfstoffe reichlich verunsicherten Bevölkerung vertrauensfördernd wirken.

    Allerdings: Für einen Personenkreis dürfte die Verwirrung seit gestern eher noch größer geworden sein. Dass für Schwangere ein Extramittel im Gespräch ist, das verträglicher erscheint als die beiden jetzt bestellten Präparate, stellt werdende Mütter vor die Frage: Sollen sie auf einen solchen Stoff warten oder sich doch lieber gleich mit einem anderen Mittel impfen lassen?

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