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Neue OZ: Kommentar zu Parteien
Linke
Umfrage

    Osnabrück (ots) - Linke im Mittelpunkt

    Es bestätigt sich immer mehr: Die Bundestagswahl ist noch nicht entschieden. Union und FDP liegen zwar vorn, aber der überraschend hohe Zugewinn der Linken in Umfragen sollte die Anhänger von Schwarz-Gelb alarmieren. Dies gilt erst recht, da die jüngsten Streitpunkte Atom und Gorleben sowie der Krieg in Afghanistan eher Themen sind, die traditionell linke Wähler ansprechen. Die entsprechenden Debatten könnten hier für zusätzliche Mobilisierung sorgen.

    Gewiss, Oskar Lafontaine oder Gregor Gysi werden deswegen nicht gleich ins Kabinett einziehen. Aber eine starke Fraktion der früheren PDS könnte auch als Opposition indirekt großen Einfluss auf die künftige Regierung ausüben - einfach durch die Tatsache, dass bestimmte Konstellationen wie Schwarz-Gelb oder eine Ampel rechnerisch nicht mehr möglich wären.

    Alle Parteien scheinen sich bereits insgeheim auf solche Möglichkeiten einzustellen. Selbst führende Politiker von CSU und Grünen lassen vorsichtig erkennen, dass sie im Fall des Falles keine Berührungsängste mehr hätten. All dies ist nicht undemokratisch. Denn die Bürger könnten derartige nachträgliche Überraschungen leicht verhindern, indem sie die Linkspartei klein halten - so wie diese es aufgrund ihres unverantwortlichen bundespolitischen Programms ohnehin verdient hat.

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