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Neue OZ: Kommentar zu Parteien
FDP
Parteitag

    Osnabrück (ots) - Harte Prüfung

    Die FDP-Welt kann nicht schöner sein: Ein Traumergebnis für den brillanten Redner Guido Westerwelle. Stabile Umfragewerte, auch wenn der Höhenflug der Liberalen wieder etwas abgebremst ist, und eine Harmonie, die fast schon langweilig wirkt: Um ihr Ansehen müssen sich die Freidemokraten derzeit nicht sorgen.

    Durchzuhalten, sich die Sympathien bis zum Wahltag am 27. September dauerhaft zu sichern - darauf kommt es jetzt an. Eine harte Prüfung für Westerwelle, dessen größte Schwäche die Ungeduld ist. Denn ein Sieg seines schwarz-gelben Wunschbündnisses ist keinesfalls ausgemacht.

    Risikofaktor Nummer eins ist die Union, die im 36-Prozent-Bereich verharrt - ihr Dauer-Steuerstreit, ihre Konzessionen an die SPD verprellen ihre Anhänger, machen sie ratlos. Noch sammelt die FDP diejenigen auf, die sich von der Schwammigkeit der großkoalitionären Kompromisse abgestoßen fühlen. Wenden sich die Unions-Verdrossenen komplett ab und bleiben der Wahl fern, sieht es für die Liberalen finster aus.

    Mit direkter Kritik an der Kanzlerin hält sich Westerwelle auf dem Parteitag zurück. Dafür profiliert er sich als letzter Hüter bürgerlicher Tugenden. Warum er bei der Koalitionsfrage laviert? Er ist zu Recht misstrauisch geworden, nachdem die Union in Hamburg den Grünen den Vorzug gab.

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