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Neue OZ: Kommentar zu Konjunktur
Konjunkturpaket

    Osnabrück (ots) - Zunächst abwarten

    Hoffentlich hat Barack Obama recht, wenn er jetzt von ersten Anzeichen eines Endes der Finanz- und Wirtschaftskrise spricht. Aber auch ein amerikanischer Präsident ist gegen Wunschdenken nicht gefeit. So könnte es unter Umständen vielleicht sogar noch schlimmer kommen, als viele bislang befürchtet haben. Deshalb kann die politische Devise für die Bundesregierung aktuell nur lauten: Abwarten, die Entwicklung beobachten und das finanzielle Pulver für ein mögliches drittes Konjunkturpaket trocken halten.

    Hektik ist überdies zu teuer. Denn die Medizin, die der Staat der Wirtschaft verabreicht, hat bereits Unsummen gekostet. Schon deshalb muss jede weitere Dosierung äußerst sorgfältig auf ihre Wirkung und Nebenwirkungen hin geprüft werden. Sonst würde die Schuldenuhr noch gefährlicher rasen, und der Schaden wäre langfristig deutlich höher als der Nutzen. Ohnehin dürfte es schwer genug werden, die öffentlichen Haushalte nach all den Ausgabeorgien wieder halbwegs ins Lot zu bringen.

    Vor diesem Hintergrund ist es nur vernünftig, dass die Erwartungen an das für nächste Woche geplante Treffen von Topmanagern, Wissenschaftlern und Verbandsvertretern im Kanzleramt offiziell so niedrig gehängt werden. Denn weitere Analysen und Abstimmungen sind allemal besser und billiger als neue Absichtserklärungen und Ausgabeprogramme.

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