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Neue OZ: Kommentar zu Banken
Finanzen
Krisen
Verstaatlichungen

Osnabrück (ots)

Die Wahl der Mittel
Die Hypo Real Estate hat eine Bilanzsumme von 400 Milliarden Euro.
Das ist eine Größenordnung, in der man eine Bank nicht einfach 
pleitegehen lassen sollte, wie der schockierende Ausfall der 
US-Investmentbank Lehman Brothers gezeigt hat. Da es von privater 
Seite keine Hilfe gibt, ist der Staat quasi verdammt, sich der 
Hypothekenbank anzunehmen. So weit, so schlecht.
Noch schlimmer könnte es freilich kommen, falls der Staat sich bei
der Wahl der Hilfsmittel vergreift. Es ist gut, wenn er 
Gegenleistungen für seine Unterstützung anstrebt. Doch muss er dazu 
keinen Zwang anwenden und Anleger enteignen. Er könnte auch auf 
Kapitalerhöhungen drängen und dann mit eigenen Beteiligungen seine 
Interessen absichern.
Dies wäre allemal besser als eine Zwangsverstaatlichung, die eine 
Fülle von Risiken birgt - so etwa eine tiefe Verunsicherung von 
Aktionären. Denn wer gibt schon Geld, wenn er mit Enteignung auch nur
entfernt rechnen muss?
Im Übrigen ist es Zeit, dass der Staat klar die Grenzen seines 
Engagements definiert. Denn je länger er als der große Erlöser auf 
der Bühne steht, desto mehr Beladene werden versuchen, sich mit 
seiner Hilfe zu entlasten. Das kann aber nicht Ziel einer 
marktwirtschaftlich orientierten Demokratie sein. Vielmehr muss 
Gewinnstreben stets mit Eigenverantwortung gepaart sein.

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Telefon: 0541/310 207

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