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Neue OZ: Kommentar zu Afghanistan
NATO
Craddock

Osnabrück (ots)

Lob dem breiten Kreuz
Zweifel an der deutschen Politik sind berechtigt: Groß mit der 
Bundeswehr aufmarschieren, aber sich letztlich mit niemandem anlegen 
wollen - das wird Afghanistans überaus prekäre Sicherheitslage kaum 
beruhigen. Und selbstverständlich stellen die Gewinne aus gut 90 
Prozent des weltweit vermarkteten Opiums eines der größten 
Sicherheitsprobleme dieses Landes dar.
Aber gar kein Zweifel besteht, dass die Marschrichtung des 
NATO-Oberbefehlshabers Bantz Craddock falsch ist. Ohne Rücksicht auf 
eigene rechtsstaatliche Grundsätze und ohne Anbindung an die 
afghanische Justiz gegen die Opium-Industrie und ihre Drahtzieher 
losschlagen hieße: Die NATO macht sich komplett zur Besatzungsmacht. 
Und sie weitet ihren Einsatz zum Voll-Krieg aus. Wird doch rund die 
Hälfte des afghanischen Sozialprodukts auf Mohnfeldern und in 
Drogenlaboren erwirtschaftet.
Lob deshalb den Top-Generälen der NATO aus Deutschland und den 
USA, die ihrem Oberbefehlshaber diesen Irrweg mit breitem Kreuz 
verstellen. Das ist mutig, weil ihr Widerstand diesen Zwist 
unvermeidlich zu einer Personalie macht. Denn einer wird weichen 
müssen. Schwer vorstellbar, dass es nicht Craddock ist. Anderenfalls 
wäre es nicht weit her mit der Neuausrichtung der 
US-Sicherheitspolitik, die Präsident Barack Obama versprochen hat.

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Telefon: 0541/310 207

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