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Neue OZ: Kommentar zu Indien
Terrorismus
Bombay

    Osnabrück (ots) - Terroristen geeint jagen

    Indien ist inmitten der Weltwirtschaftskrise im Herzen getroffen worden. Generalstabsmäßig geplant, mit kaltblütiger Brutalität durchgeführt: Die Anschlagserie mehrerer Selbstmordkommandos in Bombay ähnelt stark der Handschrift des Terrornetzwerkes El Kaida. Das Blutbad im Luxushotel Taj Mahal, einem Wahrzeichen der Finanzmetropole, kommt einer Kriegserklärung gleich.

    Mehrfach haben islamistische Fundamentalisten in den vergangenen Jahren versucht, den alten Konflikt zwischen den Atommächten Pakistan und Indien, zwischen Hindus und Muslimen zu entfesseln. Mit Bomben und Hasspropaganda wollen sie die Region destabilisieren. Die Trauer und Wut über diese Terrorattacken im Zentrum Bombays dürfen deshalb nicht in blinde Rachegelüste umschlagen. Die indische Regierung muss mit gebotener Entschlossenheit, aber auch mit aller Besonnenheit auf das unverzeihliche Verbrechen reagieren. Dazu zählt das Festhalten am Friedensprozess mit dem einstigen Erzfeind Pakistan.

    Die Hintermänner der Terroristen dürften zwar Verbindungen zu Dschihad-Gruppen im Nachbarland haben. Die Regierungen in Neu-Delhi und in Islamabad müssen jedoch stärker realisieren, dass sie einem gemeinsamen Feind gegenüberstehen, dem sie auch geeint begegnen müssen. Dabei muss vor allem Pakistan seine Anstrengungen im Anti-Terror-Kampf massiv ausweiten.

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