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Neue OZ: Kommentar zu Frankreich
Sozialisten

Osnabrück (ots)

Ein Signal des Aufbruchs wollten Frankreichs
Sozialisten mit der Vorstandswahl setzen. Eine neue Parteichefin 
sollte die erfolglose Ära des farblosen bisherigen Vorsitzenden 
Hollande und die deprimierende Lage der Partei rasch vergessen 
machen, die derzeit neben dem rastlosen, allgegenwärtigen Staatschef 
Sarkozy und seiner UMP ein Schattendasein führt.
Zwischen Wunsch und rauer Wirklichkeit liegen freilich Welten. Aus 
der stillen politischen Agonie der Sozialisten ist sogar eine 
schrille Krise geworden. Hässliche Betrugsvorwürfe machen die Runde, 
zwei fast gleich starke Lager stehen sich unversöhnlich gegenüber. 
Statt personellen Neuanfangs also Lähmung, die die dringend 
notwendige inhaltliche Kursbestimmung und Erneuerung verhindert.
Dass die tiefe Kluft durch das Ergebnis der Wahlüberprüfung wieder 
geschlossen werden kann, ist wenig wahrscheinlich. Es wäre schon viel
erreicht, wenn eine offene Spaltung der Partei vermieden werden kann.
Wer immer als Gewinnerin ermittelt wird und den Vorsitz übernimmt, 
tritt das Amt nach diesem Machtkampf angeschlagen an. Den wirklichen 
Sieg hat ohnehin jemand errungen, der gar nicht auf der Liste der 
parteiinternen Wahl stand: Staatschef Sarkozy. Er kann kaum so 
schwerwiegende Fehler machen, dass ihm die oppositionellen 
Sozialisten bei den nächsten Wahlen ernsthaft gefährlich werden 
könnten. Sie haben genug damit zu tun, sich selbst zu zerlegen.

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