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Saarbrücker Zeitung: Mitarbeiter der SPD-Zentrale müssen dieses Jahr auf eine Gehaltserhöhung verzichten
Einigung mit Betriebsrat
Keine betriebsbedingten Kündigungen

Berlin / Saarbrücken (ots)

Während Spitzenpolitiker der SPD wie
Parteichef Kurt Beck oder Arbeitsminister Franz Müntefering derzeit 
kräftigen Lohnerhöhungen das Wort reden, geht es im eigenen Haus 
etwas sparsamer zu. Der Betriebsrat der rund 200 Mitarbeiter des 
Parteivorstandes einigte sich am heutigen Montag mit 
Bundesgeschäftsführer Martin Gorholt und Schatzmeisterin Inge 
Wettig-Danielmeier auf ein Konzept bis 2010. Wie die "Saarbrücker 
Zeitung" (Dienstagausgabe) erfuhr, fällt eine Gehaltserhöhung für die
Beschäftigten des Berliner Willy-Brandt-Hauses in diesem Jahr aus. 
Eigentlich hätte sie ein Prozent betragen müssen, wie beim DGB, an 
dessen Tarife die SPD bisher gekoppelt war. Im nächsten Jahr steigen 
die Bezüge um 0,5 Prozent und 2008 und 2009 jeweils um ein Prozent. 
Die Arbeitszeit wird von 37,5 auf 38 Stunden angehoben. Trotz des 
starken Mitgliederrückganges soll es bis 2010 keine betriebsbedingten
Kündigungen geben. 16 Stellen darf die Geschäftsleitung bei 
Freiwerden aber wegfallen lassen. Weihnachts- und Urlaubsgeld bleiben
in der Höhe erhalten, werden aber künftig bereits im März gezahlt. 
Dadurch verringern sich die Sozialabgaben auf diese Zahlungen 
erheblich. Auch an anderer Stelle nimmt die SPD den Fiskus zu Hilfe, 
um ihrer Finanzprobleme Herr zu werden: Statt Essensgeld gibt es 
künftig Bons, die steuerfrei sind. Die oberen Gehaltsgruppen müssen 
zudem auf Parteizuschüsse für Zahnersatz und medizinische Hilfsmittel
verzichten. Eine Verbesserung erreichte der Betriebsrat, der sich mit
den Vereinbarungen sehr zufrieden zeigte, für die befristet 
Beschäftigten. Ihre Verträge werden verlängert, zudem werden sie nach
18 Monaten in die SPD-eigene betriebliche Altersversorgung 
aufgenommen. Am Mittwoch soll das Paket auf einer 
Mitarbeiterversammlung erläutert werden.

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