Deutscher Philologenverband

Philologenverband kritisiert Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe als halbherzig

    Berlin (ots) - Als halbherzig und offensichtlichen Kompromiss auf den kleinsten gemeinsamen Nenner hat der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, den Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) zur Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe bezeichnet.

    Weder habe sich die KMK auf verbindliche Abiturprüfungen in Deutsch und Mathematik noch auf eine Erhöhung der Prüfungsfächer einigen können, sagte der DPhV-Vorsitzende am Rande einer Vorstandssitzung in Frankfurt. "Die Neuregelung wird die Vergleichbarkeit von Abiturprüfungen nicht verbessern, im Gegenteil: die Abweichungen zwischen den Bundesländern werden zunehmen", betonte Meidinger.

    Allerdings begrüßte es der DPhV-Chef, dass das vorgeschriebene Gesamtstundenvolumen von 265 Jahreswochenstunden bis zur Hochschulreife durch die KMK bestätigt worden sei. Nach Berechnungen des Philologenverbandes unterschreiten allerdings einige Bundesländer diese Vorschrift in der Praxis.

    Enttäuscht zeigte sich der Philologenverbands-Vorsitzende auch über die Tatsache, dass trotz Verkürzung der gymnasialen Schulzeit den Bundesländern die Möglichkeit verwehrt werde, an Gymnasien die Mittlere Reife bereits nach Klasse 9 zu vergeben.

    Meidinger sagte dazu: "Dies ist vor allem dann nicht nachvollziehbar, wenn die Bildungsstandards zum Mittleren Schulabschluss bereits nach Klasse 9 erreicht werden".

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