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WAZ: Kardinal Lehmann ruft zu Solidarität auf Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz appelliert an die Politik, zu handeln

    Essen (ots) - Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, hat die Menschen zu mehr Solidarität untereinander aufgerufen. „Solidarität wie auch soziale Gerechtigkeit sind nicht einfach Merkmale unseres Sozialstaats, sondern schließen das Handeln jedes Einzelnen ein. Jeder Einzelne ist gefordert, nach seinen jeweiligen Möglichkeiten zum Gemeinwohl und dadurch auch zum Wohl der anderen beizutragen - mit anderen Worten: Solidarität zu üben”, sagte Kardinal Lehmann der WAZ. Wir schauten „viel zu oft weg”, beklagte Kardinal Lehmann, der auch Bischof von Mainz ist. „Wir dürfen nicht die Augen verschließen, gerade nicht gegenüber den Armen und Ausgegrenzten.” Denn die Schere zwischen Reicheren und Ärmeren in unserem Land habe sich weiter geöffnet. „Damit verbunden sind auch ein stärkerer Egoismus und eine gewisse Rücksichtslosigkeit dem Anderen gegenüber.” Aber Kardinal Lehmann hebt auch die ermutigenden Zeichen hervor. „Die ungeheure Spenden- und Hilfsbereitschaft nach dem Tsunami oder nach dem Erdbeben in Afghanistan und Pakistan zeigt, dass die Weltgemeinschaft enger zusammengerückt ist. Doch darüber dürften wir nicht die Bedürftigen im eigenen Umfeld und vor unser Haustür vergessen. „Es gibt sie wirklich.” Aber auch die Politik sei gefordert, zu handeln. „Unser Land braucht Reformen, um die hohe Arbeitslosigkeit und soziale Benachteiligung in den Griff zu bekommen und den Sozialstaat zu sichern.

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