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WAZ: Das stinkt zum Himmel - Kommentar von Alexander Marinos zum Dieselgipfel

Essen (ots) - Angesichts dieses Gipfels der Unverfrorenheit möchte man am liebsten das Fenster aufreißen und tief durchatmen - wenn da nicht die vielen Autoabgase wären. Fassen wir also kurz zusammen: Das Dieseltreffen heute ist eine Fake-Veranstaltung zur Beruhigung des Volkes, denn das Ergebnis steht offenbar schon fest, wurde schon vorher von den Lobbyisten in und außerhalb der Regierung ausgekungelt. Die von der Bundesumweltministerin geforderte Hardware-Lösung, die die einzige echte und ehrliche Lösung des Problems gewesen wäre, wird nicht kommen, weil sie der Industrie zu teuer ist. Stattdessen bietet sie, Hokuspokus, das nächste billige Software-Update an.

Da fragt man sich natürlich, wenn man nicht gerade total benebelt vor einem Auspuff sitzt, warum die Industrie die Autos nicht von Anfang an richtig programmiert, wenn das alles so einfach sein soll. Oder ist es am Ende nicht doch so, dass ein Update zwar gut für die Umwelt ist, aber schlecht fürs Auto? Womöglich leistet ein solches Fahrzeug weniger und/oder der Motor nimmt langfristig Schaden. Der Dumme ist am Ende der Verbraucher. Ihm bleibt eigentlich nur, seine eigene Duftmarke zu setzen: in einigen Wochen bei der Bundestagswahl.

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