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WAZ: Mehr Ärzte müssen her. Kommentar von Frank Preuß zur Flüchtlingsversorgung

Essen (ots) - Die Flüchtlingssituation ist Europas nicht würdig, hat die Kanzlerin am Dienstag bei ihrem Besuch in Marxloh gesagt. Man muss hinzufügen, bei aller Hilfsbereitschaft, allem Engagement und allem Bemühen vor Ort: Die derzeitige Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge ist Deutschlands nicht würdig. Die flapsige Bemerkung aus Arnsberg, man solle bei der Ankunft von Flüchtlingen auf glasige Augen achten, hat zwar die Empörung vieler erregt, aber das Dilemma unfreiwillig in einem Satz zusammengefasst: Städte und Gemeinden sind mit einer umfassenden Untersuchung überfordert, geordnete Strukturen fehlen an vielen Stellen. Mitten in Deutschland. Das birgt schwer kalkulierbare Risiken, nicht nur für Kranke. Sondern auch für jene, die mit ihnen in Berührung kommen. Und das ist unverantwortlich. Ganz offenbar fehlen die ärztlichen Ressourcen für Krisenzeiten, und es wird höchste Zeit sie anzulegen, gerne auch mit Medizinern im Ruhestand. Denn wer glaubt, die Ströme von Menschen, die zu uns fliehen, würden schon bald abebben, dem ist nicht zu helfen. Flüchtlinge aber haben eine gute medizinische Versorgung verdient.

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